Ich finde: In einen Denkraum darf alles, auch Lyrik. Also dann! Auslöser für diesen kleinen Erguss war übrigens ein Interview mit Julia Schoch auf Deutschlandfunk Kultur über ihren Roman, in dem fiktiv eine Dissertation über das Seufzen der Frauen angedacht wird.
Ach
Hach
Resonanzraum
Seufzen, das widerklingt
Hallt
Sich zwischen Körpern bricht
Verstärkt und abflaut
Verklingt im Nicken
Im Kopfsenken und Sich-Schicken
Ach
Hach
Frauenlaut
Laut der Frau
Nicht laute Frau
Es ist, wie es ist
Zeit zum
Schaffen
Spreizen
Schlucken
Zum Sorgen um und für
Ach
Hach
Ventilgeräusch
Ein Klagelaut vom Tragen
Das Er davor schwingt mit
Hilfloser Ton
Vom freudlosen Sein und Tun
Dahinter eine Kraft
Handelnd
Liebend
Gebend
Noch und doch im tiefsten Leid
Ach
Hach
Klangkollektiv
Wie Wellen
Im Ozean der Welt
Ewig
Sich hebend und senkend
Verzichtend und schenkend
Rhythmisch genügsam
Evas Geschlecht
Doch in der Tiefe
Thronen
Stolze Amazonen
Und ihr Schrei nach Recht
16.03.2025
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